Berimbau Musik Instrument aus Brasilien

Das Berimbau besteht aus einem. ca. 1,50 m hohen gebogenen Holz (Biriba), einem Stahldraht als Saite und einem Kürbis-Klangkörper (Cabaca) mit einem Ring aus Schnur. Der Schnurring, der durch zwei Löcher in der Cabaca führt, sollte gerade so groß sein, dass drei Finger darin Platz finden. Weiterhin benötigt man einen ca. 30 cm langen dünnen Holzstab (Baqueta), mit dem die Saite geschlagen wird, eine Rassel (Caxixi) und eine Münze (Vitem) oder einen Stein. Die Cabaca wird mit dem Schnurring über den Holzstab mit der gespannten Saite gezogen und sollte fest am Holz anliegen, etwa in 25-30 cm Höhe.

Halten des Berimbau
Das Berimbau wird in die linke Hand genommen. Mit dem kleinen Finger hakt man unter den Schnurring. Ring- und Mittelfinger greifen um das Holz. Zwischen Zweigfinger und Daumen wird der Stein gehalten. Der Stein wird durch Vorschieben der Finger an die Saite gelehnt oder gepresst und dann wieder zurückgezogen. Die Öffnung der Cabaca zeigt zum Körper.

In der rechten Hand hält man den Baqueta und die Caxixi. Aus dem Handgelenk und durch drehen der Finger wird mit dem Baqueta auf die Saite geschlagen.

Ist der Stein von der Saite entfernt, wird mit dem Baqueta in Höhe des Steines auf die Saite geschlagen. Es ensteht ein dunkler Ton.

Wird der Stein an die Saite gepresst, wird mit dem Baqueta über dem Stein auf die Saite geschlagen. Es ensteht ein heller Ton.

Wenn man die Cabaca etwas vom Körper entfernt, und die Cabaca damit öffnet, sind die Töne etwas heller und voll.

Ist die Cabaca offen und der Stein an die Saite gepresst, entsteht ein heller voller Ton.

Wird der Stein an die Saite gepresst, entsteht ein heller sauberer Ton. Wird der Stein jedoch nur an die Saite gelehnt, entsteht beim Schlagen ein helles Scheppern. Dieses Scheppern wird immer mit geschlossener Cabaca gespielt.

Diese beiden Tonsorten solte man präzise spielen können.

Ein weiterer Ton ist das Schlagen der Saite mit dem Stein. Dieser Tepp-Ton wird oft vor einem hohen Ton mit angepresstem Stein gespielt, aber auch einzeln verwendet.


Berimbau Caxixi, Vadero und Baqueta werden genutzt um ein Berimbau zu spielen Das Berimbau (Birimba(u) ausgesprochen) ist ein Perkussions-Instrument aus dem Nordosten Brasiliens. Es besteht aus einem gebogenen Holzstab (dem "Arco" aus Biriba-Holz), einem daran befestigten Draht (oft aus alten Autoreifen entnommen) und einem aufgeschnittenen, ausgehöhlten Kürbis (Cabaça), der am unteren Ende des Bogens befestigt wird und als Resonanzkörper dient.

Berimbau mit Klangkörpern in unerschiedlichen Tonhöhen Das Berimbau ist das Hauptinstrument der Capoeira. Bedingt durch den Durchmesser des Holzstabs und der daraus resultierenden, unterschiedlich starken Spannung des Drahts erzeugt ein Berimbau entweder Töne in einer hohen, mittleren oder tiefen Tonlage. In der Capoeira ist die Unterteilung in diese drei Tonlagen auch bestimmend für die Rolle die ein Berimbau spielt:

Die Gunga
hat den dünnsten Stab sowie den größten Klangkörper und erzeugt die tiefsten Töne. Sie gibt den Grundrhythmus und somit die Spielweise der Capoeiristas an.

Die Médio
hat einen mittleren Stab und Klangkörper, erzeugt Töne in der mittleren Lage und spielt den Gegenrhythmus zur Gunga. Die stark gespannte

Viola
erzeugt die höchsten Töne und spielt freie Variationen. Gespielt wird das Instrument mit einem Holzstöckchen, der Baqueta, das an den Draht geschlagen wird. Mit einem Stein oder einer Münze, die der Spieler an den Draht presst, wird die Tonhöhe verändert. Es gibt eigentlich nur drei Töne: tief, schnarrend (wenn die Münze oder der Stein nur leicht an den Draht gehalten wird) oder hoch. In der Hand, die die Baqueta bewegt, hält man meist noch ein geflochtenes, geschlossenes Körbchen, in dem sich Pflanzensamen befinden. Dieses nennt man Caxixi (gesprochen kaschischi) und dient dazu den Rhythmus zu verstärken.

Caxixi Rassel
Caxixi ist eine Rassel, die aus Bast geflochten und mit Kiesel oder Samen gefüllt ist. Im Boden der Caxixi ist eine Kalebassen-Scheibe eingearbeitet. Die Caxixi wird beim Spiel auf und ab bewegt, so dass der Inhalt entweder auf die Kalebasse oder auf das Geflecht trifft und je nach dem ein hoher, scharfer oder ein weicher, tiefer Ton erklingt. Sie wird traditionell bei Capoeira in Brasilien zusammen dem Berimbaou verwendet. Heute wird sie auch als Effektinstrument in anderen Musikstilen eingesetzt. Dabei werden auch zwei Caxixi unterschiedlicher Größe kombiniert, so dass komplexere Rhythmen möglich sind.

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